Die zehn schlimmsten Fehler der Chefs

Wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, liegt es oft am Vorgesetzten. Die zehn schlimmsten Fehler der Chefs.

Die besten Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, weil sie anderswo mehr Geld bekommen, weil sie eine neue Herausforderung suchen und weil sie bessere Perspektiven sehen. Das zumindest glauben die meiste Vorgesetzten. Die Realität sieht anders aus.Das hat die Münchner Unternehmensberatung Coverdale Team Managemant Deutschland GmbH bei einer Befragung von Angestellten herausgefunden.

Der perfekte Chef wird nicht gesucht

Bei der Studie ist eine Liste der zehn schlimmsten Fehler herausgekommen, die Mitarbeiter demotivieren und am Ende zur Kündigung treiben können. Überraschend dabei: Niemand erwartet den „perfekten Boss“.

Kleine Fehler und Macken werden akzeptiert, machen den Chef sogar sympathisch und schaffen ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Aber trotz geringer Erwartungshaltung schaffen viele Vorgesetzte es offensichtlich, ihren Mitarbeitern „vor den Kopf zu stoßen“ und für Frust zu sorgen. Wie schnell das passieren kann, zeigen die „Zehn Todsünden“:

Bevormundung tötet Initiative

Engagierte Mitarbeiter brauchen vor allem eines: Freiraum am Arbeitsplatz, wenn sie effektiv und hundertprozentig bei der Sache sein sollen. Viele Chefs leiden aber an der Vorstellung, nur sie allein wären in der Lage, Entscheidungen zu treffen. Engagement der Mitarbeiter setzt allerdings voraus, dass sie eigenverantwortlich entscheiden und agieren dürfen.

Hat der Alte heute wieder eine Laune …

Mitarbeiter wollen wissen, woran sie sind. Das Problem dabei: Der unberechenbare Chef. Ist er morgens regelmäßig nicht entscheidungsfreudig, lobt er nur, wenn er gut gelaunt ist und kann man abends nichts mehr mit ihm besprechen? Dann wird die Freude am Job bei den Kollegen schnell vergehen, denn die meisten wollen klare Ansagen und einen Chef, der nicht aus heiterem Himmel jeden tag neue Entscheidungskriterien anlegt.

Ich weiß nicht, aber ….

Wer von seinen Mitarbeitern eine schnelle und engagierte Umsetzung der täglichen Arbeit fordert, sollte selber Wert legen auf unmissverständliche Aussagen, klare Entscheidungen, eine gesunde Risikobereitschaft und eine sichere Führung. Wer als Chef versucht, aus Kalkül, Angst oder Taktik Entscheidungen hinzuziehen oder zu umgehen, der wird nicht viel Spaß haben mit den Kollegen. Denn grundsätzlich gilt: je langsamer und unsicherer der Chef, umso unmotivierter und unproduktiver die Mitarbeiter.

Heute hüh, morgen hott …

Damit kann niemand etwas anfangen: Was gestern noch Priorität Eins hatte, ist heute schon total unwichtig. Wer entschlossen und engagiert arbeiten soll, der braucht ein Ziel vor Augen, weil er wissen muss, wofür er arbeitet. Werden Zielvorgaben von heute auf morgen mir nichts dir nichts geändert, werden Mitarbeiter genauso planlos wie die Ideen ihres Vorgesetzten nicht mehr nachvollziehbar sind.

Keine Zeit …!

Eine gerne genommene Ausrede, wenn dem Chef der Sinn jetzt nicht nach Auseinandersetzung steht. Dabei gehöre schräge Ideen, unkonventionelle Umsetzungen und eigensinnige Vorstellungen zum Erfolgsgeheimnis eines jeden guten Unternehmens.

Vielen Chefs aber fehlt die Qualität zur Vermittlung zwischen widerstreitenden Ideen, und die Fähigkeit zur Moderation von Konflikten: Dabei enden nicht selten die heftigsten Streitereien in einem konstruktiven Kompromiss.

Können Sie mir das mal zeigen …?

Klar ist: In jedem größeren Unternehmen gibt es Kontrollmechanismen auf jeder Ebene und ohne geht es nicht. Wenn aber konstruktiv zusammengearbeitet werden soll, dann braucht es auch Vertrauen in die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters. Wer sich immer kontrolliert fühlt und keine noch so kleine Entscheidung alleine treffen darf, der wird Tag für Tag unsicherer und die Leistungsbereitschaft verkümmert genauso wie der Einsatzwille: Wird ja eh´ alles nachkontrolliert.

Psssstttt ….

Manche Chefs treten auf, als wären sie beim CIA und müssten dementsprechend sorgfältig mit ihren Informationen umgehen. Wer aber sein Herrschaftswissen bunkert, darf sich nicht wundern, wenn die Gefolgschaft irgendwann abspringt.

Engagierte Mitarbeiter wollen Informationen: über das Unternehmen, über die Abteilung, über geplante Veränderungen und über neue Projekte. Und sie wollen diese Informationen von ihrem Vorgesetzten hören und nicht im Flurfunk.

Da bin ich anderer Meinung!

Chef zu sein heißt nicht: Immer Recht zu haben. Mitarbeiter wollen sich einbringen in ihr Unternehmen und dazu gehört auch, bestehende Strukturen und Meinungen in Frage zu stellen. Wer dabei immer wieder auf einen Betonkopf auf dem Chefsessel prallt, der wird seine eigenen Kreativität wohl nicht nur in diesem Punkt einstellen und aufhören, eigene Ideen zu entwickeln.

Ich möchte dazu sagen …

Wer seine Mitarbeiter nicht mitreden lässt, der dreht jedem Kollegen den Leistungshahn zu. Niemand möchte heute noch 45-minütige Monologe des Chefs hören, der in Selbstverliebtheit schwelgt und kein Ohr für die Belange der Mitarbeiter und damit letztlich auch des Unternehmens hat. Das Geheimnis des Erfolges ist der Dialog: Nur wer zuhören und Antworten geben kann, der begeistert Menschen für ein Unternehmen oder eine Idee.

Die Idee ist von mir!

Das „Wir-Gefühl“ ist immer noch der entscheidende Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Wer als Chef dieses Gefühl blockiert mit dem Vordrängeln in den Vordergrund auf Kosten des Teams, der darf sich nicht wundern, wenn das Team dem Vorgesetzten die Anerkennung und die Leistung verweigert. Denn der einzelne Mitarbeiter arbeitet umso effektiver, wenn er das Gefühl hat, als Teil eines funktionierenden Teams zu agieren.

Schluss machen?

Klar, nobody is perfect – und auch als Chef hat man seine kleinen und großen Herausforderungen. Aber machmal passt man einfach nicht (mehr) zusammen, man selbst und der Vorgesetzte, und man sollte getrennte Wege gehen. Trifft das auf dich zu? Dann melde dich kostenlos bei Monster an. Mit einem Account hast du die Möglichkeit bis zu fünf Versionen deines Lebenslaufs hochzuladen – damit du immer den passenden CV parat hast, um dich einfach und schnell zu bewerben. Außerdem suchen Recruiter täglich nach Top-Kandidaten wie dir und haben so die Möglichkeit, auf dich aufmerksam zu werden. Natürlich kannst du dir auch jederzeit einen Jobagenten einrichten, damit die passenden Jobs direkt in deinem E-Mail Postfach landen und du weniger Zeit damit verbringen musst, dich durch die Vielzahl an Angeboten zu klicken. Und so öffnet sich bestimmt bald eine neue Tür – mit neuem Chef – und du kannst sagen: „Chef, ich mache Schluss!“